Historie

1959-2019 – Wir blicken zurück auf eine traditionsreiche Zeit

Frank Dittmann hat in mühevoller Arbeit die Chronik der Schwimmabteilung bis 2009 zusammengeschrieben. Nun ja, er war ja von Anfang an dabei und hat den Überblick. Trotzdem ist diese Chronik nicht komplett. "Aus dem Chaos nach dem Hallenbadbrand am 13. Januar war es mühsam aus unseren Archiv wenigstens die wichtigen Unterlagen zu retten, alles war durchgeweicht, schwamm zum Teil im Keller herum. Fast lückenlos sind alle Bestlisten ab 1962 zusammengesucht worden und, da durchgeweicht, mussten alle neu geschrieben werden. Darin sind alle Schwimmerinnen und Schwimmer erfasst, die in den Jahren für den TV Mengen geschwommen sind. Die zu den Hauptversammlungen vorgetragen Jahresberichte haben ebenfalls teilweise überlebt. Sie geben einen guten Überblick über die Schwierigkeiten am Anfang, Geldnöte und natürlich Erfolge." Frank Dittmann und Joachim Sirch, Dezember 2009

Gründung der Abteilung 1959
Im Juni 1959 wurde das Freibad der Stadt Mengen eröffnet. Es war das erste moderne Freibad in der Region, mit Wasseraufbereitung, wettkampfgerechtem 50m-Becken mit 6 Startbahnen und einer 3m-Sprunganlage. Die treibende Kraft, die den Gemeinderat für den Neubau überzeugen konnte, war Bürgermeister Hermann Zepf. Und nach seiner Vorstellung gehörte dann auch ein Schwimmverein, oder zumindest eine Schwimmabteilung des TV Mengen, ins Bad. Zu einer Gründungsversammlung wurde bereits im Juli 1959 eingeladen. Es hatten sich ca. 30 Personen eingefunden. Wie aber das Vorhaben angegangen werden sollte wusste niemand so recht. Es musste auf alle Fälle ein Vorstand gewählt werden. Der aus Schwäbisch Gmünd stammende Willi Schneider,  Bahnhofsvorstand in Mengen, war der Einzige, der schon einmal Mitglied in einem Schwimmverein war. Gute Voraussetzung, er wurde einstimmig gewählt. Für die sportliche Leitung schlug Bürgermeister Zepf den Bademeister Frank Dittmann vor. Die Wahl ergab für Dittmann nur 2 Stimmen, als Neubürger hatte man damals in Mengen keine Chance. Gewählt wurde Horst Stöhr.

Im folgenden Herbst/Winter wurde einmal wöchentlich eine Busfahrt zum Hallenbad Ebingen organisiert. Um überhaupt zu einem Start für eine Schwimmabteilung zu kommen, schlug Frank Dittmann vor, ein Schüler- und Jugend-Schwimmfest der Stadt Mengen zu organisieren, das dann auch im Juli 1960 ausgetragen wurde. Ein voller Erfolg, mit diesen Kindern wurde im Laufe der Jahre eine schlagkräftige Schwimmmannschaft gebildet. Zehn Jahre lang wurden mit Unterstützung der Stadt und den Schulen  die Schülermeisterschaften fortgeführt, mitunter bis zu 200 Teilnehmern.

1960 1. Schüler- und Jugend-Schwimmfest der Stadt Mengen am 22.07.1960. 85 Buben und Mädels kämpfen vor großen Zuschauerinteresse um kleine Sachpreise. Unter den Siegern waren Roman und Renate Dietsche, Ursel Kemmler, Klara Günther, Wolfgang und Marianne Bärnwick, Hermann Schall, Karl Traub, Brunhilde Hagmann, Brigitte Wernard; außerdem Armin Schmid, Otmar Baurund und Gerlinde Schnurrenberger. Sie bilden in den kommenden Jahren den Kern einer Schwimmmnannschaft. 

1961 Die Bezirksmeisterschaften, an denen man teilnehmen wollte, wurden zweimal abgesagt wegen nur 16 Grad Wassertemperatur. Das Schülerschwimmfest kam aber zu Stande, danach konnten 15 Neuanmeldungen für die Schwimmabteilung gebucht werden. Von Spenden konnte man 3 Stoppuhren und 4 Schwimmbretter kaufen.

1962 Bereits im Winter konnte auf dem Sonnenluger im neuen Lehrschwimmbecken trainiert werden, auch durch den warmen Sommer kam das Training voran, so dass bald 1000m pro Einheit erreicht wurden, schreibt Vorstand Schneider. Mit 17 Schwimmer und Schwimmerinnen wurde bei sechs Wettkämpfen gestartet. Renate Dietsche gewinnt bei den Schülerinnen über 50 m Rücken den ersten Bezirksmeistertitel für den TV Mengen. 

1964 Bei 26 Wettkämpfen über das Jahr starteten 25 Mädels und 19 Buben: Brunhilde Hagmann mit  52 Starts, Renate Dietsche 47, Werner Kempin 46, Monika Österreich 42, Wolfgang Bärnwick und Brigitte Wasseer 26, Martin Rometsch  19, Gerlinde Schnurrenberger 18, Regina Zepf,16, Romon Dietsche 15, Brigitte Wernard 14, Brigitte Bausch 13, Karl Traub 12, Peter Willig 11 und Ilona Paschedag 10 mal. Gefahrene Kilometer 4470 und Personenkilometer 36 810. Unsere Damenmannschaft gewann in Pfullendorf bei den IABS Meisterschaften den Pokal als beste Mannschaft, bei den Jugendmeisterschaften war der TV Mengen mit 11 Siegen vor Konstanz 8, der beste Verein. Es gibt Schwierigkeiten mit den Schulen. Bei schlechten Noten oder Fehlverhalten wird als gängige Strafe Trainingsverbot für die Schwimmer verordnet. Dreimal Training pro Woche über eine Stunde wird also zu große Belastung gefunden. Eine neue Kinderabteilung wurde eingeführt, 40 wurden eingeladen und 60 kamen.

1970-1979 Mit 140 Aktiven in allen Altersklassen ist die Arbeit fast nicht mehr zu bewältigen. Die Mädchen in der Besetzung Britte Bausch, Susi Müller, Daniela Seidner, Viviann und Birgit Dittmann, Ingrid Kramer, Sonja Kessler, Annelies Maier, Brunhilde und Brigitte Hagmann schwammen württembergischen Rekord über 10 x 100m Freistil. Im Radio erwähnt und im TV bei Siegerehrungen zu sehen Schwimmerinnen unserer Abteilung. Es wird wieder bei über 30 Wettkämpfen gestartet. Den 2732 DM Einnahmen stehen 3500 DM Ausgaben gegenüber, obwohl die Firmen Schlösser und Schuler jede Woche ihre Werksbusse dankenswerterweise kostenlos und vollgetankt zu Verfügung stellen.

1971 12 Jahre nach der Gründung der Schwimmabteilung, schlägt der TV voll zu: 7 Württembergische Meisterschaften der offenen Klasse und 8  Jugend-und Schülermeisterschaften. Viviann Dittmann holt zweimal Silber bei den Deutschen Schülermeisterschaften  Die Mädels des TV schwimmen weitere drei Württembergische Rekorde. Bei 37 Veranstaltungen wurde gestartet. Die Vereinsrekorde wurden 106 mal verbessert 60 mal von den Damenund 46 mal von den Herren. Neue Vereinsrekorde von Reinhold Wolfert 10,  Ingo Seidner 9, Martin Rometsch 4 und Werner Kempin 1 und Viviann Dittmann 9, Daniela Seidner 7,Birgit Dittmann und Brunhilde Hagmann je 3. Vereinsmeister wurden 1971 Sonja Kessler und Reinhold Haser.

1972 In diesem Jahr hatte man bei den Frauen eine Mannschaft zusammen, zwischen 14 und 17 Jahre alt, die die Szene beherrschen. Bei den Jungen ist Reinhold Wolfert und Ingo Seidner in Bestform.1972 gingen 12 Landestitel der offene Klasse und 12 Jugendmeisterschaften nach Mengen. 22 mal wurden Württembergische Rekorde verbessert, davon waren noch 13 am Ende des Jahres im Besitz des TV Mengen. In der Vereinswertung lag der TV Mengen auf Rang 3 nach dem SV Cannstatt und SV Schwäbisch Gmünd. Bei den Deutschen Jugendmeisterschaften erschwammen sich Alexander Luib, Reinhold Wolfert und Viviann Dittmann zu Platzierungen für das Podium. Die Damenmannschaft stieg in die Regionalliga Süd, der heutigen 2. Bundesliga auf und hatte als Gegner München, Erlangen, Darmstadt, Idar-Oberstein, Frankfurt, Heilbronn, Rüsselsheim und Freiburg. Viviann Dittmann schwamm die Qualifikationen für Olympia in der neuen Olympiahalle in München und wohnte im Olympischen Dorf. Die Frauenstaffel war über alle Strecken und Schwimmarten mit Daniela Seidner, Annelies Maier, Susi Müller und Viviann Dittmann in Württemberg unschlagbar.

1973 Die Stadt Mengen hat ein richtiges Hallenbad und die Schwimmabteilung bekommt Stunden fürs Training der Mannschaft, aber zur Ausbildung der vielen Kinder sind vorerst keine Stunden frei und man muss weiter im Lehrschwimmbecken bleiben. 11 Landestitel der offenen Klasse und 20 württembergische Jugendmeisterschaften gewinnen 7 Schwimmer. Viviann Dittmann wird Deutsche Jugendmeisterin über 200 m Freistilin in 2:15,2 in Aachen. Plötzlich tauchen aber auch die Jahrgänge 1959 bis 1962 in den Bestenlisten auf, es sind bei den Mädels Ute Büchsler, Petra Gottwald, Anette Rust, Bärbel Klein, Ulrike Hafner und Ulrike Neher, bei den Buben Jochen Rau, Joachim Isenmann, Joachim Sirch, Dieter Sorg – um nur einige zunennen. Viviann Dittmann hält am Ende des Jahres alle Freistilrekorde für Kurz-und Langbahn von 100 bis 800 m des Württembergischen Schwimmverbandes und die Deutschen Jahrgangsrekorde über 100 m Freistil Kurz- und Langbahn in 1:00,1 und 1:02,4 min. Die Abteilung schwimmt 42 Wettkämpfe in 30 verschiedenen Städten und 4 Ländern.

1974 Wir fangen mit den Kinderschwimmkursen an und der Antrag ist riesig. Aus dem ganzen Umland  kommen die Kinder und es müssen Wartelisten eingeführt werden. Lissy Rometsch beginnt ihre Karriere als Schwimmmutti für die Anfänger. 18 Schwimmer der Abteilung erkämpfen sich  eine Deutsche Meisterschaft, 5 Landestitel und 39 württembergische Jugendmeisterschaften, auf Bezirksebene 18 Titel und 77 Jugendmeisterschaften. Die Damenmannschaft schwimmt immer noch in der Regionalliga Süd und landet bei 12 Mannschaften auf Rang 7. Die Männermannschaft schafft aus der Verbandsliga den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg und hat als Gegner SK Sparta Konstanz, SSV Ulm, SV Göppingen, 1. BSC Pforzheim, VW Mannheim, SV Gmünd, SC Villingen und den SF Neckarsulm. Besonders hervorgehoben wird die Leistungsentwicklung vom Nachwuchs mit Frank Faude, Joachim Sirch, Achim Oess, Petra Gottwald, Birgit Steinfels, Anette Rust und vor allen von Bärbel Klein, die an Qualifikationszeiten für Deutsche Meisterschaften heran schwimmt. Erstmals wurde das Weihnachtsschwimmen mit großen Anklang durchgeführt. Die Vereinsmeisterschaft 1974, die Gesamtzeit der vier 100 m Strecken gewann Ingo Seidner in 4:37,0 vor Reinhold Wolfert 4:38,2 und Jochen Rau 4:55,7. Bei den Frauen Viviann Dittmann 5:13,3 vor Susi Müler 5:22,0 und Daniela Seidner 5:31,3. Bei den Schülern war Klaus Kubenz vorn, bei den Knaben Martin Müller. Bei den Schülerinnen Ute Büchsler und bei den Mädchen Claudia Craemer.

1975 Bei den Vereinsrekorden gibt es neue Namen: Reinold Wolfert ist mit 13 Notierungen noch immer einsame Spitze, Jochen Rau auf den Rückenstrecken 4 mal. Martin Rometsch hält noch immer die 2 Bestzeiten in Brust auf der langen Bahn Je einmal ist Frank Faude, Wolfgang Jahns und Ingo Seidner verzeichnet. Bei den Frauen steht Viviann Dittmann 16x an der Spitze, gefolgt von Ute Büchsler 6x,  Bärbel Klein 2x und Gerlinde Fürst 1x. Die Vereinsmeisterschaften sehen die selben Sieger wie im Vorjahr. Ein Familienstaffeltag wurde eingeführt und machte den Beteiligten viel Spaß.

1976 Die Damenmannschaft steigt in Völklingen eigentlich grundlos aus der Regionalliga in die Baden-Württembergliga ab, weil man am Fastnachtssamstag den vierten Abschnitt nicht mehr mit schwamm, um noch rechtzeitig zum "Hemadglonckerball" nach Ennetach zu kommen. Männer und Frauen schwimmen dadurch in einer Liga und die Organisation wird leichter. Die 2. Mannschaft der Frauen ist in die Verbandsliga aufgestiegen und die 2. der Männer ist in de rBezirksliga Süd. Wir haben also 4 Mannschaften bei den DeutschenMannschaftsmeisterschaften am Start.  Zu den Jugendmannschaftsmeisterschaften gingen bei den Vorkämpfen 6 Mannschaftenan den Start, 5 kamen ins Bezirksfinale und 4 bis in den Württembergischen Endkampf. Von 148 teilnehmenden Vereinen wurde der TV Mengen 5. Bruno Steinfels und Frank Dittmann haben neben der Trainerarbeit auch noch das Kampfrichterwesen in Württemberg im Griff.

1978 Mit 40 Wettkämpfenim Jahr war man fast ohne Unterbrechung mit den einzelnen Mannschaften der Schüler, der Jugend  der offenen Klasse unterwegs. Herausragend das Bundesschwimmfest der Jugend in Kiel, die Schüler erkämpften sich als beste Mannschaft den Pokal der Landtags Fraktion der CDU. Aber das Wichtigste war die Flugreise von Stuttgart nach Kiel und zurück. Für die meisten Schüler die erste Flugreise überhaupt. Den Trainings- und Übungsbetrieb halten Frank Dittmann, Bruno Steinfels, Lissy Rometsch und Petra Hagmann am Laufen, Assistenztrainer sind Dieter Auler, Alf und Rita Müller, Jochen Rau und Reinhold Wolfert. Die Bestenlistenführt Martha Steinfels. 

1979 Die Aufgaben sind neu verteilt: Fachgebiet Sportabzeichen Werner Kugler, Andreas Kränzler, Elternschwimmen Peter Egle, Frühlings- und Stiftungsfest Edmund Locher, Vereinsstatistik Familie Locher, Bestenlisten Familie Müller, Sportkreis Bruno Steinfels. Zusätzliche Übungsleiter Dieter Auler, Petra Hagmann, Petra Gottwald, Anette Rust und Joachim Sirch, aber für den gesamten Betrieb, das Training, Wettkämpfe, Meldungen und der Kontakt zur Presse bleibt weiter bei Frank Dittmann. Außer den Geschwistern Birgit und Michaela Steinfels derzeit keine wirkliche Spitze. Erstmals sind die Männer besser mit Thomas Martins, Franz Pascht, Jochen Rau, Arne Rehborn, Uwe Rometsch und Joachim Sirch. Im Schülerbereich, bei den 10- bis 13-Jährigen, gibt es aber wieder einige gute Talente.

1980-1989

1981 Nach neusten Erhebungen bleibt Mengen weitere 2 Jahre Landesstützpunkt im Schwimmen, damit verbunden sind erhebliche Vorteile für Verein und Stadt. Leistungsträger sind zur Zeit die Geschwister Michaela und Birgit Steinfels, Bärbel Klein, Birgitta Reddig und Claudia Craemer; bei den Männern Reinhold Wolfert, Jochen Rau,Thomas Martins, Joachim Sirch, Oskar Hagmann, Franz Pascht, Arne Rehborn und Andreas Schulz. Bei den Mannschaftsmeisterschaften ist der TVM ganz vorn. Neu eingestiegen ist Hermann Eisele, Sportlehrer am Gymnasium Mengen. Für das Training der Mannschaften ist zuständig für die Frauen Bruno Steinfels, Männer Jochen Rehborn, Sportlehrer am Gymnasium Pfullendorf. Frank Dittmann wird nach 20 Jahren aus der Verantwortung für die ersten Mannschaften entlassen und übernimmt den Nachwuchs Jugend E. Bemerkenswert: Beim Narrensprung im Februar wurden von der Schwimmabteilung Wurst und Wecken verkauft mit einem Reingewinn von 3500 DM.

1984 Die Schwimmabteilung feiert 25-jähriges Jubiläum mit einem Fest im Hotel Baier und fast alle Ehemaligen waren gekommen, angereist aus allen Ecken der Bundesrepublik. Die Begrüßung nahm der 1. Vorsitzende des TV Mengen, Otmar Störkle vor. Der Landrat Jürgen Binder verlieh Frank Dittmann die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg, Lissy Rometsch, Bruno Steinfels und Werner Kugler wurden von Otmar Störkle ausgezeichnet. Deutlich machte aber auch Dittmann, dass Sport und Training keineswegs schulische Leistungen und ein Weiterkommen im Leben beeinträchtigt, denn unter den Ehemaligen saßen 7 Lehrer, 1 Universitätsdozentin, 9 Mediziner und mehrere Ingenieure. 

1985 Im Sommer steigt der erste Triathlon in der Region am Baggersee, ausgerichtet von der Schwimmabteilung. Ohne jede Erfahrung gelingt das Ganze aber ordentlich. Der Name 1. Internationaler Oberschwaben Triathlon; viele Zuschauer und schlechtes Wetter. Alle Abteilungen des TV Mengen halfen.

1986 Die Abteilung ist inzwischen auf über 450 Kinder und Jugendliche angewachsen. Mit diesen Andrang kann die Abteilung nicht weiterarbeiten – das Leistungsniveau sinkt deutlich! Die Herrenmannschaft, über Jahre Spitze in der Oberliga Baden-Württemberg, steigt in Freiburg ab in die Landesliga. Der Wechsel von Thomas und Volker Martins nach Freiburg konnte mit den Nachwuchskräften nicht aufgefangen werden. Im Sommer wurden für den 2. Internationalen Oberschwabentriathlon wieder alle Kräfte mobilisiert.

1987 Am 4./5. Juli findet der 3. Triathlon statt. Jetzt als Station einer 6-er Serie der Deutschen Triathlon Union. Es war ein großer Aufwand mit Festzelt, einer gewaltigen, extra aufgebauten Wechselzone. Die Schwimmabteilung konnte es alleine gar nicht schultern, der ganze Verein half mit. Der gesamte Betrieb in der Schwimmabteilung hat gelitten.

1988-1997 HIER FEHLEN DIE UNTERLAGEN DURCH DEN BRAND

1997 ist Abteilungsleiter Schwimmen Frank Dittmann auch Vereinsvorstand für den TV. Triathlon wurde selbstständig. In diesem Jahr ging es aber vor allen ums Geld. Die Stadt wollte eine Hallennutzungsgebühr erheben. Man hatte Verständnis, dass die Stadt ihre Finanzsituation verbessern wollte. Für die Schwimmabteilung ging es aber um die Frage: müssen alle Nutzer städtischer Einrichtungen zahlen? Da hatte das vorgelegte Konzept eine gewaltige Schieflage. Für den TVM sollten Kindergruppen 5 DM, Erwachsene 10 DM für die Übungsstunde zahlen. Der Verein würde so pro Jahr mit 10 000 DM belastet werden. Die Schwimmabteilung sollte für die Kindergruppen 40 DM pro Stunde zahlen, die aktiven Schwimmer sollten sich Jahreskarten kaufen. Ich wollte natürlich wissen wie die anderen Vereine belastet werden. Alles was mit Kultur zusammenhängt, gleich null. Der Dirigent des Musikvereins wird sogar von der Stadt bezahlt. Die Frage, ob die Spieler des FC Mengen auch Jahreskarten kaufen müssen, weil sie ja auch im städtischen Stadion trainieren und spielen? Das Stadion hat 2,5 Mio DM gekostet und wird mit 200.000 DM pro Jahr abgeschrieben. Für den FC war aber nichts vorgesehen. Damit wurde dann die ganze Geschichte auf Eis gelegt und ist sie noch bis zum heutigen Tag. Die Schwimmer und Triathleten müssen aber für das Training im Freibad Eintritt zahlen, mit Jahreskarten. Die beiden Abteilungen des TV Mengen sind alleinig in der Stadt Mengen, die fürs Training in einer städtischen Einrichtungen zahlen müssen.

1998 Aus Nachwuchskräften hat sich bei den Mädchen wieder eine starke Mannschaft entwickelt, die für die Zukunft gutes verspricht. Die 12- und 13-jährigen Mädchen kommen in die Landeskader und damit zu den Trainingslehrgängen des Verbandes.

2000-2009

2000 Geschwommen wurden 32 Wettkämpfe, 50 Schwimmerinnen und Schwimmer waren im Einsatz. Wir waren in München, Wien, Dresden, Offenburg, Eutin in Holstein, Füssen und zweimal in Berlin und hier in der Region bei den Bezirksmeisterschaften. Gefahren wurde überwiegend mit dem VW Bus über 12 000 km. Die Kaderangehörigen waren zu Lehrgängen in Barcelona und auf der griechischen Insel Kos. Die Spitzenschwimmerinnen Simone Weiler und Kathrin Wolf kamen auf 1014 Trainings-Km, die anderen Schwimmer der Mannschaft nicht viel weniger. Nach jährlichen Aufstiegen bei den DMS schafften die Mädchen den Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg mit der Mannschaft Regina Mangold, Renate Sauter, Daniela Willms, Jutta Hüglin, Nina Kölliker,  Susanne Schwanz, Simone Weiler, Ann-Katrin Schierock, Kathrin Wolf und Meike Wolf.

2002 250 Kinder werden montags bei Doppelbelegung der Schwimmhalle von Lissy Rometsch, Martina Wolf und Frank Dittmann betreut. Die Spitzenleute trainieren 4 Einheiten die Woche, viel zu wenig aber die Leistungen stimmen immer noch. Bruno Steinfels ist als Trainer und Übungsleiter wieder voll eingestiegen und ist eine große Entlastung. Die Stadt Mengen zeichnet Frank Dittmann mit der goldenen Verdienstmedaille der Stadt aus. Die Schwimmabteilung richtet zum ersten Male die Internationalen Baden-Württembergischen Freiwassermeisterschaften am Südsee III mit Erfolg aus.

2003 Am 21. Januar wurde Frank Dittmann in Stuttgart das Bundesverdienstkreuz verliehen. Staatssekretär Helmut Rau MDL sagte dazu: „Sie, Herr Frank Dittmann aus Mengen, haben den Schwimmsport in Mengenund dessen Erfolge seit über 40 Jahren geprägt und die Stadt landes- und bundesweit zur anerkannten Schwimmstadt gemacht. Seit über 40 Jahren, seit 1959, sind Sie Leiter und Trainer der Schwimmabteilung des TV Mengen. 25 Jahre,von 1962 bis 1987 waren Sie Landessportwart Baden-Württemberg. Seit 1990 sind Sie 1. Vorsitzender des TV Mengen, dem größten Verein der Stadt Mengen. Sie waren Kampfrichter bei den Weltmeisterschaften in Berlin, München, Schweden und Ecuador. Sie waren auch Kampfrichter bei den Olympischen Spielen 1972 in München. Unter Ihrer Ägide sind Sieger aus der Triathlon-Abteilung bei den Olympischen Spielen und aus der Behindertensportabteilung bei den Paralympics hervorgegangen – ich erwähne nur den Behindertensportler und Medaillengewinner Peter Haber (In Sydney 2000 Silber über 100 m; Gold- und Silbermedaille bei der WM 1994, 3mal Gold und Silber in Barcelona 1992). Ganz besonders hervorheben möchte ich Ihre überaus erfolgreiche Jugendarbeit. Ihr Verantwortungsbewusstsein und Ihre Einsatzfreude, sich stets aktiveinzubringen, zeichnen Sie aus. Sie sind ein leuchtendes Vorbild für alle Jugendlichen."

2004 Wieder gibt es internationale Ba-Wü Freiwasser-Meisterschaften am Südsee III in Zielfingen. Von der Firma Sport Dietsche erfährt die Abteilung laufend Unterstützung. Peter Jung von der Firma Mode Jung unterstützt seit Jahren die besten Schwimmerinnen des Vereins. Die Firma Radsport Walser spendiert hochwertige Badekappen. Bruno Steinfels, Katja Kraft, Lissy Rometsch, Martina Wolf stehen Woche um Woche am Beckenrand beim Nachwuchs. Anita Kruzic ist verantwortlich für das jährliche Vereinsheft. Als sechsjähriger Knirps mit dem Schwimmen angefangen, jetzt in Nürnberg wohnend und 44-jähriger erfolgreicher Masterschwimmer: Dr. Joachim Sirch betreut die Homepage der Schwimmabteilung und führt die Bestenlisten. Der Dank geht an die Stadt, die Schwimmmeister, Hausmeister und die Eltern unserer Schwimmer, für die Fahrdienste und die Kampfrichtereinsätze beiden Wettkämpfen.

2005 Alles läuft in der Schwimmabteilung so rund, dass man sich gar nicht vorstellen, dass auch mal was schief gehen kann. Kathrin Wolf ist in blendender Form und macht sich berechtigte Hoffnung bei Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften ganz vorne mit zu schwimmen. Dann verletzt sie sich – und fällt aus. Das Wetter war nicht gut und alle freuten sich auf das Hallentraining, aber die Stadt begann nach der Sommerpause mit der Sanierung der Decke im Hallenbad erst mit Schulbeginn. Alle Schwimmkurse fielen aus und für die Mannschaft begann das Herumreisen in benachbarte Lehrschwimmbecken und samstags nach Winterlingen zum Training. Die Mannschaftsmeisterschaften mussten abgesagt werden, für die Frauen war das der freie Fall in die Bezirksliga.  

2006 Die Anforderungen im Schwimmsport um wenigstens zur Spitze im Land zu kommen, werden immer größer. Unser viermaliges Training im Wasser plus einmal Landkonditionierung ist die Hälfte von dem, was andere Vereine ihren Mannschaften abverlangen. Und trotzdem schwimmen wir noch vorne mit. 21 Schwimmer und Schwimmerinnen stehen wieder zur Ehrung durch die Stadt an. Schwimmschule: Zwei Grundkurse, immer beginnend nach den Sommer- und Weihnachtsferien für 5-jährige Kinder sind regelmäßig ausgebucht. Lissy Rometsch und Katja Kraft vermitteln gekonnt, Fördergruppen bilden sich aus den Schwimmkursteilnehmern, die Besten unter ihnen starten dann beim Prüfungsschwimmen im Frühjahr. Schwierig wird es mit den 10-jährigen Kindern. Sie wechseln zu fast 100% auf Gymnasium und Realschule und da wird mehr gefordert. Dreimal Training, davon einmal abends sollte sein. Dann sind es oft Eltern, die sagen es geht nicht mehr, die Schule hat Vorrang. 

Aber diese Struktur, das Miteinander aller Gruppen und der lückenlose Übergang aus den Schwimmkursen zu Fördergruppen in die Schüler- und Jugendaltersklassen in die Mannschaft und dann zu den Masters macht den Jahrzehnte langen Erfolg der Schwimmabteilung des TV Mengen aus. Es ist schwieriger geworden.

2007 Bruno Steinfels ist allein verantwortlicher Cheftrainer und entlastet damit Frank Dittmann. Josef Reuter betreut nun den Nachwuchs, damit haben wir zwei fachlich ausgezeichnete B-Trainer am Beckenrand. Dittmann kümmert sich weiterum die Masters, ist Springer für alle Gruppen, für das Sprungtraining für die Mehrkämpfe rund die gesamte Verwaltung der Schwimmabteilung mit der Kasse, vor allen aber sorgt er um den reibungslosen Ablauf aller Schwimmkurse. Kathrin Wolf holt den 50. Titel bei IABS Meisterschaften und ist damit erfolgreichste Schwimmerin in fast 60 Jahren IABS.

2008 wurden drei Deutsche Meisterschaften nach Mengen geholt, überzeugend die 4x200 m Kraulstaffel der AK 120 bis 160 in der Besetzung Nina Kölliker, Simone Weiler, Kim Stüber und Katja Reibel in Köln. Kim Stüber gewinnt den Titel in Prien im Freiwasser über 5000 m und internationale Schweizer Meisterin im Zürichsee über 3000 m. Weiter bei Deutschen Meisterschaften 6x Silber und 8x Bronze. Auf Landesebene angelten Mengener Schwimmer und Schwimmerinnen 29 Gold, 19 Silber und 22 Bronze Medaillen aus dem Wasser. Die Frauenmannschaft ist wieder aufgestiegen in die Württembergliga, im Rückkampf mit 17.487 Punkten Rang zwei noch vor Oberliga-Mannschaften. Mit 236 Titeln bei Meisterschaften der IABS steht der TV Mengen an 3. Stelle der Vereinswertung hinter SK Sparta Konstanz und SSF Singenin der 60 jährigen Geschichte der IABS. Das Jubiläumsjahr kann kommen.

...aber...

2009 – KATASTROPHE  Am 13. Januar 2009 brennt das Hallenbad Mengen ab. Erst im Dezember zuvor war die Außenrenovierung mit dem neuen Pultdach und der Photovoltaikanlage abgeschlossen. Alles Planen und Organisieren auf ein gutes Jahr 2009 war vorbei. Wie soll es weitergehen?

Schon am nächsten Tag nach dem Brand ging die Suche nach Trainingsmöglichkeiten los. Die Anfängerschwimmkurse mussten ausfallen. Es war montags Platz auf einer Bahn in Riedlingen für einen Teil der Fördergruppe, die Mannschaft mit maximal 20 Aktiven konnte mit dem Nachwuchs ab 19 Uhr in Pfullendorf, ebenfalls 16,3m-Bahn, trainieren und die Schwimmkurse der Fortgeschrittenen hatten 3 Stunden in Hohentengen. Dienstags konnten wir 2 Stunden von 16-18 Uhr in Ertingen belegen, mittwochs Trockentraining in Mengen. Donnerstag war es möglich mit 6 Schwimmerinnen in Saulgau mit zuschwimmen, freitags dann von 20-21.30 Uhr für alle auf der 25m Bahn in Meßkirch. Außer in Riedlingen und Pfullendorf müssen wir in den anderen Bädern Hallennutzungsgebühr zahlen. Die Stadt Mengen unterstützt uns mit 50%, denn aus eigener Kasse können wir die Kosten nicht schultern! 

Im Sommer war unser Freibad Mengen der Dreh- und Angelpunkt. Selbst bei miesen Wetter wurde fleißig geschwommen und im Spätsommer die Grundlagen für die Herbstwettkämpfe geschaffen. Dass die Abteilung handlungsfähig blieb, ist allen Helfern und Mitarbeitern zu verdanken und den Eltern, die mit der kostenlosen Fahrerei in die umliegenden Bäder eine großeHilfe waren. So hoffen wir auch noch das Frühjahr 2010 zu überbrücken, um dann im Sommer im Freibad und mit der Hallensaison ab September 2010 wieder vollzuschlagen zu können. Das so groß geplante 50-Jahr-Fest fällt den Umständen zum Opfer und wird verspätet nachgeholt. Mit dem Brand unseres Hallenbades im Januar verloren die Masters die Trainingsmöglichkeiten, und wohl auch den Zusammenhalt. Kim Stüber schwamm noch bei allen Wettkämpfen wie DM Lange Strecken in Uelzen oder die DM in Magdeburg. Bei der EM in Cadiz, die in einer Halle direkt am Strand ausgetragen wurde, waren dann wieder 3 TVM-Schwimmer am Start, ebenso bei den Ba-Wü Meisterschaften in Cannstatt.

Nachgeholte 50-Jahre-Jubiläumsfeier am 30.10.2010 Durch den Hallenbadbrand im letzten Jahr waren vielen Unterlagen unbrauchbar geworden. Durch mühsame Arbeit war es gelungen, ein Teil der Chronik wieder lesbar zu machen, so dass die Festschrift, in der die 50 Jahre in Wort und Bild dokumentiert sind, rechtzeitig verschickt werden konnte. Schwierig war es teilweise auch, die ehemaligen Schwimmer ausfindig zu machen, aber bis zum Schluss konnten doch die meisten eingeladen werden. Der Großteil der rund 130 Gäste waren ehemalige Schwimmer, die Frank Dittmann zu Beginn begrüßen konnte. Danach folgten die Grußworte von Bürgermeister Bubeck und TV-Vorstand Hagmann, bevor Frank Dittmann und Bruno Steinfels mit dem Ehrenbrief, der höchsten Ehrung des Württembergischen Schwimmverbandes ausgezeichnet wurden.
Nach dem Buffet wurden die ehemaligen und aktuellen Schwimmer des Vereins von Frank Dittmann vorgestellt. Beeindruckend wie der inzwischen 83-jährige alle Schwimmer mit Namen und beruflichem Werdegang vorstellte, begonnen bei der 48-ern bis zum Jahrgang 1998. Aus seinem Gedächtnis hätte er sicher auch noch zu jedem die Bestzeiten gewusst, aber das hätte dann den Rahmen gesprengt. In einer Präsentation von Michael Schierok wurden dann die 50 Jahre Schwimmen nochmals in Bildern lebendig. Leider konnten nicht alle Ehemaligen kommen, und so hatten die Brüder Martins, die beide in Mengen das Schwimmen gelernt hatten und heute als Chaostheater Oropax durch Deutschland, Österreich und die Schweiz touren, ein Grußwort als Video geschickt. Eingerahmt wurde das Programm durch eine Tanzeinlage der Schwimmerinnen und ein paar Klarinettenstücke, ebenfalls vorgetragen durch Schwimmerinnen. „Wir können aucha nderes als nur Kachelnzählen“ war ja das Motto der Feier. Die letzten wurden gesehen, als sie um 4 Uhr früh den Schwarzen Adler verließen.

2014 Falk Erler wird neuer Abteilungsleiter der Schwimmer in Mengen, Frank Dittmann geht in den verdienten Vorruhestand. Begrüßt werden konnte zum traditionellen Grillfest als Saisonabschluss auch der neue Vorstand des TV Mengen, Manuel Schuler, und der neue Leiter der städtischen Bäder, Steffen Ulrich. Frank Dittmann übergibt die Abteilungsleitung an Falk Erler. In einer kurzen Rede erklärt Dittmann, dass es einfach Zeit sei zu übergeben und mit Falk Erler einen Nachfolger zu haben, der mit Bruno Steinfels als sportlichen Leiter dafür sorgen wird, dass es bei den Schwimmern nahtlos weitergeht. Mit Josef Reutter und Simone Dinser hat die Abteilung kompetente Trainer für den Nachwuchs. Ines Falk ist für das Lauftraining und die gymnastische Ausbildung des Nachwuchses zuständig. Regina Röhm übernimmt die Fünf- und Sechsjährigen montags von 13 bis 17 Uhr, zur Seite stehen Kristin Hecht, Silke Krezdorn und Manuel Schuler. Die Schwimmabteilung wird auch die neuen Anfängergruppen nach den Schulferien in den Übungsbetrieb einbinden. Vorerst macht Frank Dittmann die Kasse weiter, die er mehr als fünf Jahrzehnte geführt hat und immer dafür sorgte, dass nie rote Zahlen geschrieben werden mussten, trotz sieben Mannschaftsreisen nach Schweden mit Besuchen in Stockholm, Oslo und Kopenhagen den Gegenbesuchen der Schweden aus Sala, 14 Tage in Japan und vielen Trainingslagern im In- und Ausland.
2014 waren Mehrkampfmeisterschaften beim Prüfungsschwimmen in Mengen, Württembergischen Meisterschaften für die Jugend D/E in Ebingen und Siege beim Baden-Württembergischen Landesturnfest in Freiburg. Ehrungen gab es für die Erfolge bei den Bezirksmeisterschaften und Württembergischen Meisterschaften. An 22 Sportler*innen konnten die Auszeichnungen und kleine Geschenke überreicht werden: Moritz Selg, Alexander Wachter, Jenny Hennig, Katarina Grubanovic, Elias Krezdorn, Erik Vogel, Benjamin Buchmiller, Marcel Dieser, Luis Leberer, Steffen Fischer, Lucas Wiegand, Rebecca Wachter, Ursina Selg, Nina Dietsche, Tobias Eisele, Nico Röhm,Timo Röhm, Larissa Erler, Jenny Vogel, Franka Fischer, Katrin Wolf und Kai Dittmann. Weiter die Staffelerfolge der D Jugend über 4 x 100 m Freistil mit Erik Vogel, Luis Leberer, Elias Krezdorn und Timo Röhm: E-Jugend über 4 x 50 Freistil Mix mit Nico Röhm, Moritz Selg, Ursina Selg und Jenny Hennig. Im Dezember wurde im Freibad eine Eiche für Frank Dittmann und seine Verdienste um die Schwimmabteilung des TV Mengen gepflanzt.

2015 Es war nicht gerade der nächste Weg für den Schwimmer Kai Dittmann nach Plön und Eutin hoch zur Ostsee zu den Deutschen Mehrkampfmeisterschaftenfür die Friesen-, Jahn- und Schwimm Fünfkämpfer, aber ein erfolgreiches Wochenende. Als Deutscher Vizemeister waren er und sein Trainer und Opa, Frank Dittmann, sehr zufrieden. Mit nur 20 Wettkämpfen, Masters mit eingerechnet, waren es weniger Starts wie den vergangenen Jahren. Allerdings wird durch strengere Qualifikationszeiten des Verbandes deutlich eingeschränkt. Bei den Württembergischen Meisterschaften können wenige Mengener starten. Der Schwäbische Turnerbund, der die Mehrkampfmeisterschaften ausschreibt, ermöglicht aber mit ein auf die jüngeren Jahrgänge zugeschnittenen Programm, auch die Starts bei den Württembergischen Meisterschaften, dieses Jahr in Heidenheim. Gut vorbereitet waren dort 21 Schwimmerinnen und Schwimmer sehr erfolgreich. Vor allen durch die Teilnahmegebühren bei den Schwimmkursen, geleitet von Regina Röhm, Silke Krezdorn, Kristin Hecht und Simone Dinser sowie weiteren Helfern, ermöglichen es, die Meldegelder von der Abteilung zu zahlen. Bruno Steinfels mahnte den regelmäßigen Trainingsbesuch an, Frank Dittmann bedankte sich bei allen Mitarbeitern, den Trainern Bruno Steinfels und Josef Reuter, den Kampfrichtern, den oben genannten Übungsleiterinnen für ihre gute und zuverlässige Mitarbeit. Bei den Eltern, dass sie dann Fahrdienst zum Training und zu den Wettkämpfen übernehmen. Geehrt mit Bronze und Silber wurden Larrisa Erler, Filip Grubanovic, Nina Guffarth, Jenny Hennig, Elias Krezdorn, Nils Krezdorn, Finn Leberer, Luis Leberer, Timo Remensperger, Timo Röhm, Moritz Selg, Lucas Wiegand und Alexander Wachter, Carla Dunse, Aaron Horst, Nico Röhm, Ursina Selg und Lara Teufel. Gold gab es für Kai Dittmann und seine Deutsche Vizemeisterschaft bei den Mehrkampf-Meisterschaften des Deutschen Turnerbundes

2016 Ernst Selg übernimmt die Leitung der Schwimmabteilung von Falk Erler. Bruno Steinfels ist als sportlicher Direktor nach wie vor das Zentrum des Trainingsbetriebs, Josef Reuter leitet die Nachwuchsgruppen, Regina Röhm und Silke Krezdorn leiten die Schwimmkurse. Ernst Selg möchte als Abteilungsleiter die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen und macht sich für die Aus- und Weiterbildung der ehrenamtlichen Übungsleiter*innen stark sowie für mehr gemeinsame Freizeitaktivitäten stark. Im März steigt das 40. Prüfungsschwimmen der Schwimmabteilung, über 150 Nachwuchs-Schwimmer*innen nehmen teil. Sehr erfolgreich waren unsere beiden 10 x 50m Staffeln. Die 1. Mannschaft gewann die Goldmedaille und die 2. Mannschaft freute sich noch über den 5. Platz. Vom Turngau Hohenzollern waren die Präsidentin Frau Anita Kleiner sowie der Stellvertreter Herr Josef Baumgärtner anwesend. Zur abschließenden Siegerehrung konnte Abteilungsleiter Ernst Selg unseren Bürgermeister Herrn Stefan Bubeck begrüßen, welcher die Medaillen und Pokale an die Schwimmer und Schwimmerinnen überreichte. Die TVM Masters starten bei den Deutschen Masters Meisterschaften. Im Mai wird die Städtepartnerschaft mit Boulay zu einem freundschaftlichen Schwimm-Event im Hallenbad Mengen genutzt. Jana Müller wird 3. und Nico Röhm 2. bei den Landesmeisterschaften. Bei den Baden-Württembergischen Masters-Meisterschaften wird Andrea Hennig in der AK45 über 50m Schmetterling Dritte. Die neue CMS-hinterlegte Website der Schwimmabteilung geht online.

2017 Nach langer Pause geht es wieder in ein Trainingslager. Ostern starten 20 Nachwuchstalente nach Bamberg, in das umweltfreundlichste 50m-Hallenbad Deutschlands. Die Schwimmer der Jugend E bis Jugend A räumen bei den Bezirksmeisterschaften mit 16 Titeln ordentlich ab. Nico Röhm wird Württembergischer Jahrgangsbester über 100m Freistil und wird Dritter über 200m Brust. Jana Müller wird Württembergische Vizemeisterin über 200m Schmetterling. Nico Röhm startete für das Team Baden-Württemberg beim Süddeutschen Jugendländervergleichswettkampf. Es starteten Auswahlmannschaften von 7 süddeutschen Bundesländern in den Jahrgängen von 2004 bis 2006. Nico Röhm wurde für das Team Baden-Württemberg nominiert und startete über 100m Freistil, in der 12x50m Lagenstaffel und in der 12x50m Freistilstaffel. Nach einem spannenden Wettkampf gewann das Team Baden-Württemberg vor Hessen und Sachsen. Im Sommer wird Lara Teufel über 50m Rücken Württembergische Vizemeisterin. Bei den Bezirksmeisterschaften holen unsere Schwimmer*innen 27 Bezirks-Jahrgangstitel. Bei den Württembergischen Kurzbahn-Meisterschaften wird Lara Teufel über 100m Lagen Württembergische Jahrgangsmeisterin auf der Kurzbahn, Nico Röhm wird Vizemeister über 100m Freistil und Dritter über 50m Freistil.

2018 Erneut wird Nico Röhm in das Auswahlteam für den Süddeutschen Jugendländervergleichskampf berufen. Erneut starten unsere Aktiven in den Osterferien nach Bamberg ins Trainingslager, wo sie rund 40 km in 5 Tagen absolvieren. 20 Schwimmer*innen werden von der Stadt Mengen für herausragende Leistungen mit Bronze und Silber ausgezeichnet. Leider hieß es im Juli 2018 auch Abschied nehmen von Kristin Thiyagarajah als langjährige engagierte Schwimmlehrerin, und von Josef Reuter, dem Chef der Nachwuchsgruppen I und II, den es der Liebe wegen in die Schweiz zieht. Zwar ist für Ersatz im Nachwuchsbereich durch Sina Linke-Pawlicki (B-Lizenz Landtraining, C-Lizenz Breitensport-Schwimmen) und Andrea Hennig (C-Lizenz Leistungsschwimmen) gesorgt, aber ziehen lassen wollte sie so recht niemand. Bei den IABS Kurzbahnmeisterschaften holen die Mengener 4 IABS-Titel, dazu noch 8 Bezirks-Meisterschaften, aber bei den WüKuBa reicht es diesmal nur für Platzierungen unter den Top Ten. Bei den DMS-J können sich das Jugend B-Team männlich mit Platz 5 und die Mädelsteam der Jugend C mit Platz 8 im Württembergischen Landesfinale sehen lassen. Aaron Horst, 11-jähriges Nachwuchstalent, ist im Landeskader und nimmt an mehreren Trainingslehrgängen teil.

 

Drucken